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Welcher Kompressor ? 
 
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Für das  Arbeiten mit Druckluftgeräten ist eine konstante und ausreichende Versorgung mit Pressluft. Dazu benötigt man einen möglichst leistungsfähigen Kompressor, der als Antriebsaggregat für sämtliche Werkzeuge herhalten muss, eine Anschlussgarnitur und die jeweiligen Druckluftwerkzeuge. Da der Druckluftbedarf bei verschiedenen Werk­zeugen-Einsätzen recht unterschiedlich ist, sollte man schon vor dem Kompressorkauf genau wissen, welche Arten von Werkzeuge verwendet werden.

Wer universell mit Druckluft arbeiten möchte, dem ist mit billigen Schnäppchen, wie sie manchmal auch in Supermärkten oder in Auktionshäuser und diversen Online-Shops angeboten werden, nicht gedient. Solche Geräte sind eher für gelegentliche Verwendung gedacht, beispielsweise kann man mit ihnen recht komfortabel Reifen aufpumpen, allerlei Reinigungsarbeiten erledigen oder, wenn das relativ laute Geräusch nicht stört, einen Luftpinsel betreiben.

Beim Einsatz von richtigen Lackspritzpistolen kann es hingegen bereits Probleme wegen zu geringem Arbeitsdruck geben. Auf die Dauer halten nur geprüfte Qualitätskompressoren den Erwartungen stand. Im Übrigen wird der Preisunterschied zwischen einem Qualitätsgerät und einem Billigprodukt durch die im Vergleich zu Elektrowerkzeugen häufig günstigeren Werkzeugeinsätze wieder wettgemacht. Im Zweifelsfall lohnt die Entscheidung für ein aufwändigeres und teureres Produkt durch erhöhte Leistungsfähigkeit und längere Lebensdauer.

Führen Sie, bevor Sie ein Druckluftsystem erstehen, zunächst ein ausführliches Informationsgespäch mit einem geschulten Kundenberater. Er empfiehlt Ihnen Geräte, die speziell für Ihren Bedarf geeignet sind. Da die Leistungen der Kompressoren und der Luftbedarf der einzelnen Gerätevorsätze sehr unterschiedlich ist, legen Sie sich durch die Wahl eines bestimmten Modells langfristig fest.

Richtwerte für den Luftverbrauch verschiedener Druckluftwerkzeuge
 
 
Werkzeugart   Luftverbrauch in l/min
Ausblasen/Reinigen   ab 100
Sandstrahlpistole   ab 300
Farbspritzpistole   100 - 400
Bohrhammer   400 - 3000
Meißelhammer   200 - 700
Hefter/Tacker   ab 80
Nagler   ab 80
Schrauber   180 - 1000
Bohrmaschine   200 - 1500
Stichsäge   300
Geradschleifer   300 - 3000
Vertikalschleifer   250 - 700
Winkelschleifer   300 - 700
Blechschere   ab 400
 
Effektive Liefermenge ermitteln
  • Kompressor ausschalten und Druck bis auf 6 bar ablassen
  • Gerät wieder einschalten und Zeit von 6 auf 8 bar stoppen
  • Berechnung nach der Formel: Behälterinhalt x 2 bar x 60/gestoppte Zeit
    • z.B.: 90 Liter, 50 Sekunden = 90 x 2 x 60 : 50 = 216 Liter/min

Achten Sie auf die Bauweise und Ausstattung des Kompressors! Zur Komplettausstattung zählen Sicherheitsmerkmale wie thermischer Motorüberlastschutz, Druckluftbehälter mit Sicherheitsventil sowie Manometer und Kondensatablassventil. Darüber hinaus machen Druckschalter und Entlastungsventil einen vollautomatischen Betrieb möglich. Auch die Ersatzteilversorgung ist ein wichtiges Argument. Manche Hersteller geben darauf eine Garantie von 15 Jahren. Unerheblich für Qualität und Einsatzmöglichkeiten sind die Angaben über den maximal erreichbaren Druck, der ohnehin bei allen modernen Geräten ausreicht, oder die so genannte Ansaugleistung, die bei unbelasteter Maschine ermittelt wird. Entscheidend ist vielmehr die Angabe der, also jener Luftmenge, die ein Kompressor pro Minute tatsächlich an das jeweilige Werkzeug abgeben kann. Dieser Wert muss mit der benötigten Luftmenge (siehe Tabelle) des jeweiligen Werkzeugs übereinstimmen, sonst werden Sie bei der Arbeit keine Freude haben.
 
Prüfen Sie auch Druckluftbehälter, Druckschalter, Manometer, Sicherheitsventil etc. Überzeugen diese Teile nicht, lieber ein anderes Produkt wählen. Details wie Schnellverschlusskupplungen für den Druckschlauchanschluss und ein festes Gestell mit ordentlichen Luftreifen erhöhen den Komfort und erleichtern die Handhabung.

Vorsicht: Steckkupplungen gestatten das Lösen der Verbindung auch unter Druck, weshalb von ihnen ein erhebliches Risiko ausgehen kann.
 
Bei Kompressoren dient das Öl nicht nur, wie man vermuten könnte, als Schmiermittel, sondern auch als Kühlmedium, das direkt und gezielt in den Kompressionsraum eingespritzt wird. So können etwa 80 Prozent der Verdichtungswärme auf relativ niedrigem Temperaturniveau aus dem Kompressionsraum entfernt werden. Bereits eine Temperatursteigerung um 10° bewirkt eine Verschlechterung der Kompressorleistung von ein bis zwei Prozent. Deshalb ist es wichtig, die Verdichtungsendtemperatur so niedrig wie möglich zu halten. Entscheidend beim Vergleich von ölfrei verdichtenden und ölgekühlten Kompressorsysteme ist die Verdichtungsendtemperatur. Je wärmer nämlich die Druckluft während der Verdichtung wird, desto höher ist der Energieaufwand. Im Gegensatz dazu sollte die jeweilige Systemart auf die Qualität der Arbeitsluft keinen Einfluss haben, immer vorausgesetzt, dass ausreichende Maßnahmen zur Filterung getroffen wurden. Der Filter soll neben Öl auch andere Rückstände wie beispielsweise Rost und Kondensat (Wasser) zurückhalten.

Eine Öldosiereinrichtung ermöglicht es, der Druckluft eine genau bemessene Ölmenge beizugeben, um den Druckluftmotor des Druckluftwerkzeugs zu schmieren.


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